Das weltgrößte Drehleier und Dudelsack Museum
Das Musikinstrumenten Museum beherbergt über 1.000 Exponate - Originale und Nachbauten und weit über 100 Bordun Instrumente, also Drehleier und Dudelsack und macht es somit zum weltweit größten Museum seiner Art. Das Museum wurde 1990 als "Geschenk", zum 50. Geburtstag des Frankfurter Instrumentenbauers und -sammlers Kurt Reichmann eröffnet. Die meisten Instrumente stammen aus seinem Besitz. Reichmann selbst fertigte die verschiedensten Drehleiern, von der einfachen Bauernleier bis hin zur Orgelleier mit integriertem Blasebalg.
Aber auch "ausgestorbene" Instrumente, wie Trumscheit, Bassanello oder eine Dulcaina - auch Mary-Rose-Pipe, nach dem Schiff, mit dem sie unterging genannt - entstanden in seiner Werkstatt. Die größte technische Herausforderung war das "Nürnbergisch Geigenwerk", eine Art vergrößerte Drehleier, für das zwei Spieler benötigt werden. Die Drehleiern, mit dem selben markanten Dauerton, wie beim Dudelsack, stammen aus Russland, Deutschland oder Frankreich.
Die Sackpfeifen und natürlich gehören auch die allgemein bekannten schottischen Dudelsäcke dazu, stammen aber auch aus Deutschland, Polen, Tunesien, Türkei oder Sizilien und so unterschiedlich wie die Herkunftsländer auch sind, ist auch die Größe der Modelle, vom riesigen "Großen Bock" bis zum kleinen "Hümmelchen". Auch Harfen, Zithern oder Geigen ergänzen das Programm. Dazu ist eine ethnische Sammlung als Pendant zur europäischen Musikgeschichte zu sehen. Ein nachgebauter Renaissance-Musiziertisch lädt alle Gäste zum Ausprobieren der verschiedensten Instrumente ein.
Die Schafskirche
In den mündlichen Überlieferungen bringt man die "Schafskirche" immer wieder mit dem Leichenzug des heiligen Bonifatius in Verbindung. Seine Leiche wurde im Juli 754 von Mainz nach Fulda überführt und man benutzte in unserer Gegend wohl die Hohe Straße, welche das Flüßchen Hillersbach in Lißberg querte. An den Rastplätzen des Leichenzuges wurden zum Gedenken kleine Kapellen errichtet. Leider haben bisherige Ausgrabungen keinen eindeutigen Beweis dafür erbracht, dass die heutige Ruine der Schafskirche tatsächlich ein Relikt der alten Route darstellt, aber aus schriftlichen Überlieferungen ist bekannt (Lißberger Salbücher von 1578 – 1585), dass es eine solche Kapelle an der Hohen Straße zwischen Eckartsborn und Lißberg gegeben haben muss. Auf jeden Fall bietet die Schafskirche allen Pilgern und Wanderern eine schönen Rastplatz an der St. Bonifatius Route
Die St. Bonifatius Route
Auch in Deutschland lässt es sich sehr schön Pilgern und es muss wahrlich nicht nur der Jakobsweg sein….
Seit Sommer 2004 besteht ein neuer Wander- und Pilgerweg, die Bonifatius-Route. Sie folgt den Spuren des Trauerzuges, der im Jahr 754 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung den Leichnam des Missionars und Kirchenreformers Bonifatius von Mainz zu seiner letzten Ruhestätte nach Fulda brachte. Eine exakte Streckenrekonstruktion des historischen Leichenzuges ist trotz intensiver, lokaler Forschungen nicht möglich, denn die schriftliche Überlieferung aus dem frühen Mittelalter ist in diesem Punkt zu spärlich. Aus praktischen Überlegungen ist jedoch anzunehmen, dass die Prozession über noch intakte alte römische Straßen und seit vorgeschichtlicher Zeit begangene Pfade führte. Die ca. 180 km lange neue Route verläuft daher in einem „Korridor“, der die antiken Verkehrswege berücksichtigt und damit dem historischen Weg sicher nahe kommt. Im Vordergrund stehen dabei neben dem kulturgeschichtlichen und geistlichen Umfeld eine interessante naturräumliche Streckenführung sowie die touristische Infrastruktur und so lassen sich nach dem Vorbild klassischer Pilgerwege Unterwegssein und Innehalten, Wandern und Naturerlebnis mit den Zeugnissen einer in Jahrhunderten gewachsenen Kulturlandschaft verbinden.
Der Vulkanradweg
Ein Panorama Motiv der Ortschaft Lißberg ziert sowohl die Homepage des Vulkanradweges, als auch das Titelbild der Wanderkarte. Titelbilder sind immer ein “Eye-catcher“ - die Lust auf mehr machen - und diese Titelbilder sind ganz sicher als ein Beweis dafür zu werten, dass Lißberg ein wunderschönes Fleckchen Erde ist. Der Vulkanradweg ist 93 km lang und schlängelt sich weitgehend auf der ehemaligen Oberwaldbahn Trasse durch eine herrliche offene Wald- und Wiesenlandschaft. Die Natur, Dörfer, Städtchen zeigen sich aus einer Perspektive, wie man sie nur zu Fuß, per Fahrrad oder den Inline Skates erleben und erkunden kann. Mit gerade mal 3% Steigung zählt der Vulkanradweg zu den gemütlichen Fahrradwegen im Mittelgebirge. Obwohl auf dem größten Vulkanmassiv Mitteleuropas geradelt wird, kann man sich hier prächtig entspannen.
Das Pumpspeicherkraftwerk
Leider zählt heutzutage das von der OVAG betriebene, nur noch als Wasserkraftwerk genutzte Pumpspeicherkraftwerk, wegen seiner geringen Leistung, nicht als das erste “Pumpspeicherwerk im Großmaßstab“. Wenn man aber bedenkt, dass es eigentlich das älteste Pumpspeicherwerk in Deutschland ist (1923), so ist es ist ein kulturgeschichtliches Denkmal und nicht verwunderlich, dass es nur eine geringe Leistung hergab. Das Kraftwerk wird über zwei Oberbecken, zum einem dem Stauweiher Hillersbach mit 162.000 m³ Stauinhalt und zum anderem dem Hirzenhainer Staubecken an der Nidder mit 43.000 m³, betrieben. Ein ca. 700 m langer unterirdischer Kanal verbindet beide Staubecken und vom Staubecken Hirzenhain läuft entlang der Bundesstraße ein ca. 3 km langer unterirdischer Kanal, zum Wasserschloß. Das Wasserschloß ist ein Rundturm von 10 m Durchmesser und Höhe und dient zum Ausgleich des Wasserdrucks. Von hier aus führt ein 276 m langes Triebrohr mit 1,2 m Durchmesser zum eigentlichen Wasserkraftwerk in Lißberg. Aus 64 m Höhe schießen dann die Wassermassen durch das Triebrohr auf die beiden Turbinen.
Das Franzosen Häuschen
Auf dem Weg von der Burg zum Stausee kommt man unweigerlich an dem ehemaligen Standort des Franzosen Häuschens vorbei, wobei nur noch ein unscheinbarer Gedenkstein an die damalige Zerstörung Lißbergs durch Napoleon im Jahr 1796 erinnert.
Die evangelische Kirche in Lißberg
Gleich vor der Burg steht die Kirche und ist somit eines der höchstgelegenen Gebäude in Lißberg.
1618 bemühten sich die Lißberger um eine Kirche und bekamen von dem Landgrafen einen "wüsten, steinichten und dornigen Platz" vor der Burg geschenkt. Gebaut wurde die Kirche 1618 - 19, also bei Ausbruch des 30jähr. Krieges, als evangelische Kirche. Der Plan stammt von einem Werkmeister aus kurmainzischen Aschaffenburg, also vermutlich einem Katholiken.
Das Ergebnis ist ein kunstgeschichtlich wohl einmaliges Gebäude, eine ganz eigentümliche Stufe vom Alten zum Neuen. Das Geläute besteht aus 3 Glocken. Die älteste, datiert von 1686, wurde von dem Glockengießer Jakob Rincker in Lißberg selbst gegossen.

Mittelaltermarkt
18. & 19. August 2012
Mittelalterliches Leben mit Gauklern, Schwertkämpfern, Tänzern, Musik und wieder mit einem großen Kinderprogramm.
Begeben Sie sich mit uns auf eine Zeitreise...
...und erleben Sie das "Krautfaß" im Wandel der Zeit. Seien Sie dabei,
wenn wir im Jahr 2012 das Thema
'Bonifatius'
behandeln werden. Die Geschichte Lißberg's und ihrer Region, bietet eine Vielzahl von historischen Ereignissen,
die wir im Stile der
mittelalterlichen Märkte,
näher bringen möchten.